
Der Roman erzählt die Geschichte von zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten. Bohm lebt seit mehreren Jahren obdachlos auf den Strassen Kölns. Gemeinsam mit seinem Hund Fox versucht er, irgendwie durch den Alltag zu kommen. Über seine Vergangenheit spricht er kaum, doch nach und nach wird deutlich, dass Schuld, Verlust und persönliche Fehler ihn in diese Situation gebracht haben.
Auf der anderen Seite steht Alina, eine junge Journalistin, deren Karriere ins Stocken geraten ist. Um beruflich wieder Fuss zu fassen, soll sie eine Dokumentation über Obdachlosigkeit drehen. Dabei begegnet sie Bohm. Anfangs sieht sie ihn nur als Teil ihrer Recherche, doch mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Der Roman beschäftigt sich mit Themen wie sozialer Unsicherheit, Vorurteilen, Einsamkeit, Liebe und Vergebung.
Unter anderem geht er der Frage nach, ob Menschen trotz unterschiedlicher Lebensrealitäten wirklich zueinander finden können. Zudem kritisiert das Buch oberflächliche Medienberichte über das Leben auf der Strasse und zeigt dessen harte Realität.
Insgesamt ist «Solange ein Streichholz brennt» ein nachdenklicher und bewegender Roman, den ich Leserinnenund Lesern empfehle, die gefühlvolle Geschichten mit gesellschaftlichem Tiefgang mögen.
Susanne Nissille